Der Jaufentalerhof – dort, wo Stille Geschichten erzählt
Es ist einer dieser Morgen, an denen das Tal noch halb im Schlaf liegt. Ein feiner Nebel hängt über den Wiesen, irgendwo bimmelt eine Kuhglocke, sonst hört man – nichts. Wer zu dieser Stunde auf der Terrasse des Jaufentalerhofs steht, spürt sofort: Hier läuft der Takt langsamer. Die Hektik der Stadt ist weit weg, der Alltag wirkt auf einmal erstaunlich klein. Das Jaufental, mit seinen kleinen Dörfchen, urigen Weilern und viel unberührter Natur, ist ein Ort, an dem Stille nicht leer ist, sondern gefüllt – mit Gelassenheit, Weite und einem tiefen Gefühl von Ankommen.

Foto: © Hannes Niederkofler
Mitten in dieser Idylle, eingebettet zwischen Jaufenspitze und Mareiter Stein, liegt der Jaufentalerhof. Ein 4 Sterne Wanderhotel, geführt von Familie Girtler in zweiter Generation – und doch fühlt es sich eher an wie ein liebevoll gehütetes Geheimnis als wie ein klassisches Hotel.
Die Architektur erinnert an einen traditionellen Südtiroler Heustadl, die Fassade aus heimischer Lärche fügt sich selbstverständlich in die Landschaft ein. Drinnen erzählen helle Fichte, Altholz und Loden von alpenländischer Geborgenheit, während moderne Akzente und liebevoll platzierte Details dem Haus Leichtigkeit und Charme verleihen. Jeder Raum scheint zu sagen: „Du bist richtig hier.“
Die Zimmer und Suiten wirken wie Rückzugsnester – viel Holz, weiche Stoffe, klare Linien. Man öffnet das Fenster, atmet tief ein und riecht: Wald, Wiesen, frische Bergluft. Es ist dieser Mix aus erdender Materialität und wohldosierter Moderne, der den Jaufentalerhof so besonders macht. Nichts wirkt überladen, nichts laut, alles ist bewusst gewählt. Die Natur ist nie weit weg – durch den Blick aus dem Fenster, durch die Materialien, durch die Stille, die man sogar im Haus spürt.
Draußen ruft der Berg – und im Jaufentalerhof gibt es zwei Menschen, die diesen Ruf besonders gut verstehen: Dunja und Flori. Sie sind nicht nur Gastgeber, sondern auch Begleiter, wenn es darum geht, das Tal wirklich kennenzulernen. Mehrmals pro Woche nehmen sie ihre Gäste mit hinaus: auf stillen Pfaden, alten Schmugglerwegen, zu ihren ganz persönlichen Lieblingsplätzen. Orte, an denen man noch Vogelstimmen statt Verkehrslärm hört, an denen Gras unter den Schuhen raschelt und der Blick weit übers Tal schweift.

Foto: © Hannes Niederkofler
„A guat g’führte Tour im
unberührten Jaufental
mit an voll’n Rucksack, Speck,
am guat’n Glasl
Wein und a herzliches
Willkommen.“
Was wie ein Vers klingt, ist ihr Versprechen. Bedacht gehen, bewusst wahrnehmen, was Mutter Erde schenkt – das ist ihre Art, Wandern zu verstehen. Dazu gehören nicht nur Panoramen und Gipfel, sondern auch Südtiroler Speck aus der Region, ein gutes Glas Wein und Geschichten, die man unterwegs miteinander teilt. Auf diesen Touren zeigt sich, warum der Jaufentalerhof zu den „wanderbaren“ Mitgliedern der besten alpinen Wanderhotels zählt: Hier geht es nicht um Kilometerrekorde, sondern um Qualität, Naturverbundenheit und echte Begegnung.
Zurück im Haus wartet der Genuss in anderer Form. Die Küche schöpft aus dem, was die Jahreszeiten und die umliegenden Bauernhöfe hergeben. Viele Zutaten stammen direkt aus der Region – Milch, Käse, Fleisch, Gemüse, Kräuter. Daraus entstehen Gerichte, die nach Südtirol schmecken, aber mit kreativen Ideen verfeinert werden. Bodenständigkeit trifft auf kulinarische Neugier: ein knuspriges Brot mit Butter und Honig neben einem raffiniert interpretierten Klassiker, ein Teller, der Vertrautheit und Überraschung zugleich bietet. In manchen Speisen – und am Frühstücksbuffet – findet sich ein besonderer Schatz: der hauseigene Honig. Gastgeber Flori pflegt neben dem Wandern eine zweite Leidenschaft: das Imkern. Die Bienen sammeln ihren Nektar auf den Wiesen und Hängen rund um den Jaufentalerhof, und wer ein Löffelchen Honig auf der Zunge zergehen lässt, schmeckt ein kleines Stück dieses Tales.

Foto: © Hannes Niederkofler
Wer dann den Wellnessbereich betritt, begegnet dem Honig wieder – diesmal als Teil eines Rituals. Aromatische Saunen, ein belebendes Hallenbad mit Wasserfall, gemütliche Ruheräume und eine kleine Vitalecke bilden den Rahmen für tiefe Entspannung. Die Honigmassage gilt als vitalisierend und reinigend, als Naturritual für Körper und Seele. Während der warme Honig auf der Haut verteilt wird, verschwimmen Zeit und Gedanken – man lässt los, was nicht mehr wichtig ist, und nimmt nur das mit hinaus, was leicht macht.
So wird der Jaufentalerhof zu mehr als einem Urlaubsort. Er ist ein Sehnsuchtsort für Genießer, Ruhesuchende und Naturkinder – für alle, die spüren wollen, wie gut es tut, wenn ein Tal leiser ist als die eigene To do Liste. Ein Ort, an dem man sich verliebt: in die Langsamkeit, in die Natur und vielleicht ein bisschen in dieses besondere Haus und seine Menschen.
es
**** Hotel Jaufentalerhof
Mittertal / Jaufental 53
I-39040 Ratschings (BZ)
Tel. +39 0472 765030
CIN: IT021070A1XLS4WF23